So sind Ihre Medikamente auf der sicheren Seite – Artikel Mitgliederzeitschrift BKK 06/12 13. Juni 2012 – Veröffentlicht in: Infos und Presseberichte – Tags:

Artikel aus der Mitgliederzeitschrift der BKK „Gesundheit – Das Magazin“, mit einer Auflage von 2.6 Millionen Exemplaren.

 

So sind Ihre Medikamente auf der sicheren Seite 

Optimale Kühlung – optimale Wirkung!

Viele Patienten müssen kühlpflichtige oder sogar kühlkettenpflichtige Medikamente anwenden. Wie diese Arzneimittel am besten gelagert werden, besonders wenn man unterwegs ist und die Medizin mitnehmen muss, und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

In Deutschland gibt es etwa 2.000 kühlpflichtige und rund 250 kühlkettenpflichtige Medikamente. Kühlpflichtige Medikamente, wie etwa Insuline, dürfen sich kurzfristig über +8° C erwärmen, kühlkettenpflichtige Arzneimittel (z. B. TNF-Blocker für Rheumakranke) müssen dagegen jederzeit unbedingt innerhalb des vorgeschriebenen Temperaturbereichs von +2° C bis +8° C gelagert werden. Für beide Arzneimittelgruppen gilt jedoch, dass sie auf keinen Fall unter 0° C transportiert oder gelagert werden dürfen. Bei Minustemperaturen können die Substanzen einfrieren. Einfrieren oder zu warme Temperaturen können Medikamente und Teststreifen in ihrer Struktur verändern, was eventuell zu unvorhersehbaren Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen, aber auch zu einem kompletten Wirkungsverlust des Medikaments führen kann. Außerdem können durch Frost feinste Haarrisse im Glas von Ampullen und Spritzen entstehen, durch die womöglich Verunreinigungen oder Infektionserreger ins Medikament gelangen, was ebenfalls zum Teil schwere gesundheitliche Folgen für die Patienten mit sich bringen kann. Doch auch ganz normale Salben, Lotionen oder Tropfen vertragen keine Überhitzung oder Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Ein Beispiel: Sonnenwärme wird meist unterschätzt. So hat die Messung in einem Insulin-Pen, verpackt in einem ungekühlten Diabetiker-Etui, bei einer Außentemperatur von +30° C (normale Sonneneinstrahlung) ergeben, dass die Temperatur im Pen innerhalb von 8 Minuten auf über +50° C anstieg!

Die richtige Tasche macht’s! Auf Reisen, in der Freizeit, am Arbeitsplatz oder auch nur vom Weg aus der Apotheke nach Hause sollten Sie für empfindliche Arzneimittel die richtige Kühltasche zur Hand haben, denn nicht jede ist für den Transport oder gar die Lagerung dieser Medikamente geeignet. Der TÜV Rheinland hat kürzlich verschiedene Medikamenten-Kühltaschen mit Kühlakkus, die es auch in Apotheken gibt, getestet und nur ein System hat den Test bestan-den, d. h. nur die COOL*SAFE®-Taschen hielten die Temperatur im richtigen Bereich und das sogar über sehr lange Zeit. Bei einer Außentemperatur von +20° C kühlt diese Tasche die Medikamente über einen Zeitraum von 17,4 Stunden im idealen Bereich. Bei allen anderen Taschen fiel die Temperatur, bedingt durch den Kühlakku, am Anfang zum Teil weit unter den Gefrierpunkt, was eine Schädigung der Medikamente mit sich brachte. Achten Sie bei Ihrer Medikamentenmitnahme unbedingt auf die vorgeschriebene Kühlung. Dann bleiben Ihnen unnötige Nebenwirkungen oder gar ein risikobehafteter Wirkungsverlust erspart.

 

Pdf des Artikels aus dem Magazin „Gesundheit“ (hier klicken)